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Geschichte


Geschichte & Fakten
Die Ursprünge der Stadt Winterthur liegen in der Römerzeit. Auch die Kyburger, die Habsburger und die Zürcher prägten die Geschichte der Stadt entscheidend. Das Ende der Alten Eidgenossenschaft machte 1798 den Weg frei für die Entwicklung zur Handels- und Industriestadt.

Im 1. Jahrhundert nach Christus errichteten die Römer im heutigen Oberwinterthur eine Siedlung und nannten sie Vitudurum. Auf dem Gebiet der Altstadt entdeckten Archäologen vereinzelt Spuren aus der Römerzeit, zahlreich sind sie jedoch erst für das Frühmittelalter. Fundamente von Häusern und einer Holzkirche unter der Stadtkirche sind Zeugnis der Besiedlung des heutigen Stadtzentrums.


Gegen Ende des 12. Jahrhunderts wurde die entstehende Stadt erstmals befestigt. Die mächtigen Grafen von Kyburg förderten den Ausbau Winterthurs, das wegen seiner guten Verkehrslage Handwerker und Gewerbetreibende von nah und fern anzog. Nach dem Tod des letzten Kyburgers 1264 erbten die Habsburger den grössten Teil der Güter und Rechte. Winterthur erhielt noch im selben Jahr das Stadtrecht. 1467 verpfändete Sigismund von Habsburg Winterthur aus Geldnot an Zürich. Die neuen Herren wachten eifersüchtig darüber, dass sich Winterthur politisch und wirtschaftlich nur beschränkt entwickeln konnte.

Erst die französische Revolution beendete die Herrschaft der Stadt Zürich. Auf Druck der Franzosen organisierte sich die Eidgenossenschaft neu. Anstelle des losen Bundes von Stadtstaaten und Landorten entstanden die Kantone, deren Zusammenschluss 1848 in der Gründung des Bundesstaates und damit der modernen Schweiz gipfelte. Die 1798 erlangte Unabhängigkeit Winterthurs von der Stadt Zürich hatte eine starke wirtschaftliche Entwicklung zur Folge – die Grundlage zum industriellen Aufstieg. Dazu trugen auch die Einführung der Gewerbefreiheit um 1830 und der Anschluss ans Bahnnetz 1857 bei. Winterthur entwickelte sich zu einem selbstbewussten Zentrum der Industrie, des Fernhandels und des Banken- und Versicherungswesens.

Davon zeugen repräsentative Gebäude wie das einem griechischen Tempel nachempfundene Stadthaus und die herrschaftlichen Villen im Grüngürtel rund um die Altstadt, wo sich die einflussreichen Winterthurer Familien niederliessen. 1922 wurden die Vororte Oberwinterthur, Seen, Veltheim, Töss und Wülflingen eingemeindet – die Geburtsstunde des modernen Winterthur.

Winterthur

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Im Hauptbahnhof
8401 Winterthur
Tel. +41 (0)52 267 67 00
Fax +41 (0)52 267 68 58
tourismus@win.ch
www.winterthur-tourismus.ch

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Geschichte im Überblick

Im 1. Jh. n. Chr.errichten die Römer im heutigen Oberwinterthur die Siedlung Vitudurum.
294werden um den Kirchhügel in Oberwinterthur Festungsmauern gebaut.
6. / 7. Jh.Grubenhäuser im Bereich der Altstadt, ein Gräberfeld an der heutigen Marktgasse sowie Pfosten einer Holzkirche sind archäologische Belege für die Besiedlung des Stadtgebietes im Frühmittelalter.
1180Die Grafen von Kyburg erreichen vom Bischof von Konstanz die kirchliche Selbständigkeit der Siedlung Niederwinterthur in der heutigen Altstadt (Loslösung von der Mutterkirche Oberwinterthur).
1264bestätigt König Rudolf von Habsburg am 22. Juni Winterthurs Stadtrecht (Albanitag).
1417wird Winterthur freie Reichsstadt. Im Zuge des Alten Zürichkriegs muss Winterthur im Jahre 1442 jedoch wieder auf die Reichsfreiheit verzichten und kehrt unter österreichische Herrschaft zurück.
1460wird Winterthur von den Eidgenossen belagert.
1467verpfändet Habsburg Winterthur an Zürich. Winterthur bleibt 331 Jahre zürcherische Untertanenstadt.
1523 / 1525tritt Winterthur im Zuge der Reformation zum neuen Glauben über.
Im 17. Jahrhunderterblüht das Kulturleben der Stadt mit Gründung des Musikkollegiums im Jahr 1629 und der Stadtbibliothek 1660.
Um 1800setzt eine starke wirtschaftliche Entwicklung ein, welche die Grundlage für den späteren industriellen Aufstieg bildet.
1832wird die Gewerbefreiheit eingeführt. Sie fördert zusammen mit dem Anschluss ans internationale Bahnnetz im Jahr 1857 die Entwicklung der Industrie, des Fernhandels sowie des Banken- und Versicherungswesens.
1835 bis 1839werden die Stadtgräben zugeschüttet und die Nebentore abgebrochen. Es entsteht eine grosszügige Ringzone um den Mauergürtel der Altstadt. Platz für Fabriken und Villen, Arbeitersiedlungen und Gartenvorstädte.
1848ist das Jahr der Gründung des Schweizerischen Bundesstaates. Winterthur entwickelt auf kantonalem und eidgenössischem Boden eine rege Aktivität.
1860 bis 1875hat die "Ecole de Winterthur" als Zentrum der demokratischen Bewegung für die Erweiterung der Volksrechte wesentlichen Einfluss auf die Kantons- und Bundesverfassung.
1922ist die Geburtsstunde des heutigen Winterthur. Mit der Eingemeindung der Vororte Oberwinterthur, Seen, Veltheim, Töss und Wülflingen wird die Bewohnerzahl fast verdoppelt.

 


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